Jünemanns Börse: Osteuropa - “Privatisierung in Russland bietet große Chancen”
Von einigen Ausnahmen abgesehen, war Osteuropa an den Börsen 2010 kein Überflieger. „Die Ölkrise um BP und die Unsicherheit in der Eurozone waren die Bremsfaktoren“, erläutert Andreas Männicke, Geschäftsführer der East Information GmbH und chefredakteur des Börsenbriefes East Stock Trends. Für 2011 ist er jedoch zuversichtlicher. „Die Privatisierung 2.0 in Russland bietet große Chancen“.
Darüberhinaus empfiehlt er vor allem russische Rohstoffwerte: „Die sind sehr günstig bewertet und haben Nachholpotenzial.“ Auch für Polen sieht er große Chancen: „Der Finanzplatz dort wird zum Renner. Viele kleine Werte aus Exportenbörsen lassen sich dort listen.“ Bei Ungarn mit einer eigenen Verschulduns- und Währungsproblematik sollte man dagegen eher vorsichtig sein. Exotenbörsen wie Estland und Ukraine waren 2010 die Outperformer. „Wer in „Exotenbörsen“ in Osteuropa investiert ist, trägt ein hohes Liquiditätsrisiko, hat aber auch deutliche Outperformancechancen“. Für mutige Anleger sind sie als Beimischung geeignet.
Redakteur: Bernhard Jünemann
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