Jünmanns Börse: Die größten Anlegerfehler
Teil 1: Anlegerfehler: “Kosten der Geldanlage meist unterschätzt” - Prof. Martin Weber gilt als der herausragende Experte für Behavioral Finance - der verhaltensorientierten Kapitalmarforschung in Deutschland. Er hat unzählige Untersuchungen zum Anlageverhalten durchgeführt und kommt zum Schluss: „Die Anleger haben wenig aus der Krise gelernt und machen immer wieder die gleichen Fehler.“ Das gilt nach seiner Erfahrung für die privaten wie für die professionellen Investoren.
Die größten Fehler sind: „1. Die Investoren glauben den Markt schlagen zu können. 2. Investoren handeln zu viel.“ 3. Investoren sind oft nicht gut diversifiziert. 4. Sie unterschätzen die Kosten der Geldanlage.“ All das koste deutlich an Performance. Für die meisten Anleger ist nach den Worten des Professor eine passive Anlage am sinnvollsten, die mit einer gewissen Geduld verfolgt werde. Großen Zuspruch findet vor diesem Hintergrund sein Arero-Fonds, den er mit der DWS aufgelegt und in den der Wissenschaftler Erkenntnisse aus 30 Jahren Kapitalmarktforschung gepackt hat. Dazu hat er einen Weltindex kreiert, der mit Hilfe von Swaps wie ein ETF umgesetzt wird. Enthalten sind Aktien, Renten und Rohstoffe. Seit Auflegung Ende 2008 hat der Fonds bereits 34 Prozent geschafft. „Mit so einem Fonds hat man auch einen guten Puffer in schwierigen Börsenphasen“, meint der Professor. Mit einer Gesamtkostenquote von 0,51 % ist das Produkt als vergleichsweise günstig einzustufen.
Den zweiten Teil dieses Gesprächs finden Sie hier.
Redakteur: Bernhard Jünemann
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