Klöckner&Co-Chef: "Unsicherheit auf Kapitalmärkten größer als 2008"
Der Stahlhändler Klöckner&Co sieht in der aktuell steigenden Stahlnachfrage nur ein kurzes Zwischenhoch. "In Europa gehen wir nur von einem kurzzeitigen Aufschwung aus", sagte der Vorstandsvorsitzende Gisbert Rühl der Financial Times Deutschland. Die Stahlnachfrage in Europa werde in diesem Jahr um bis zu fünf Prozent sinken, vermutet Rühl. Europa laufe in eine rezessive Phase hinein, so der Klöckner-Chef weiter. Auch Branchen, die im vierten Quartal noch gute Auftragseingänge hatten, werden deutlich spürbare Rückgänge sehen. Dies sei vor allem eine Folge der Staatsschuldenkrise. Der europäische Stahlverband Eurofer geht dagegen bislang noch von einer um zwei Prozent steigenden Nachfrage aus.
Die Aktie des Stahlkonzerns verlor am Morgen fast sechs Prozent und notiert bei 11,03 Euro.
Auch die Aktien anderer Konzerne aus der Branche gaben heute kräftig nach: Die Thyssen-Aktie verlor um knapp drei Prozent auf 21,26 Euro, das Papier der Salzgitter AG verlor circa zwei Prozent und steht momentan bei 47,02 Euro.
Redakteur: Eva Schwörer






