KloeCo, ThyssenKrupp, Salzgitter und Co - Hier lohnt der Einstieg
Momentan tagt die Welt-Stahlkonferenz in Paris - Und liefert trübe Aussichten für die Stahlbranche: Der Weltstahlverband rechnet mit einem langsameren Wachstum der Branche. Hatte man für 2012 noch mit 6 Prozent Nachfrage gerechnet, so spricht man jetzt nur noch von einem Nachfrageanstieg um 5,4 Prozent auf 1,47 Milliarden Tonnen. Wir haben für Sie die Stahltitel unter die Lupe genommen...
Es wirkt wie ein Deja Vu: 2008 kurz nach der Lehman-Pleite brachen die Aufträge in der Stahlindustrie rapide ein. Damals sank die Auslastung der Werke auf unter 50 Prozent. Und momentan erwarten der Stahlverband erneut ein Abflauen der Nachfrage. Erst kürzlich hatte ThyssenKrupp bekannt gegeben, dass die Stahlherstellung um 500.000 Tonnen gedrosselt werden soll. Die Nachfrage sei zwar ungebrochen, doch durch die hohen Lagerbestände bei den Weiterverarbeitern zeichne sich eine Flaute ab. Die Kunden bauen jetzt erst einmal ihre Bestände ab. Im ersten Halbjahr war die Produktion noch zu fast 100 Prozent ausgelastet.
Auch Europas größter Stahlhändler Klöckner & Co berichtet von einer schwachen Geschäftsentwicklung im dritten Quartal: "Die Situation ist relativ kritisch. Wir sehen eine Nachfragedämpfung bei unseren Kunden. Der übliche Rebound nach der Sommerpause hat so nicht stattgefunden." Klöckner & Co-Chef Rühl weiter: "Im September geht es normalerweise deutlicher aufwärts. Dieser Aufwärtstrend ist in diesem Jahr nicht so deutlich."
Im Hinblick auf das Erreichen der operativen Ziel-Marge (EBITDA) von 6 Prozent sagte Rühl: "Wir haben gesagt, wenn die Wachstumsverlangsamung eintritt - und sie tritt ein - dann werden wir die Zielmarke auf keinen Fall in 2011 erreichen. Und bei Nullwachstum wird es auch 2012 schwierig."
Wie es um Arcelor Mittal und Salzgitter steht und wie viel Potenzial noch in den Titeln steckt - das erfahren Sie in diesem Beitrag...
Redakteur: Brigitte Bauer
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