Kondratieff-Experte: "DAX folgt Juglar-Zyklen" - Nächste Rezession...
Die Kondratieff-Zyklen werden auch Theorie der langen Wellen genannt. Ausgangspunkt für die langen Wellen sind Paradigmenwechsel und damit verbundene innovationsinduzierte Investitionen: Kommt bei einem Produkt ein Aufschwung und setzt sich die Innovation durch, dann kann es passieren, dass sich die Investitionen in dieses Produkt langsam wieder verringern und es zu einem Abschwung kommt. In der Zeit des Abschwungs wird aber schon an einem neuen Paradigma gearbeitet. Derzeit befinden sich die Kondratieff-Zyklen in der 6. Welle. Was die Kondratieff-Zyklen über den DAX und Co aussagen - darüber sprechen wir im 2. Teil mit Leo Nefiodow, Kondratieff-Chartexperte und Autor des Buches "Der sechste Kondratieff."
"Wenn Sie sich den DAX anschaun, kann man sehr schön diese Schwankungen erkennen. Wobei man beim DAX sagen muss, es gibt neben den Kondratieff-Zyklen noch die kurzen Zyklen, die sogenannten Kitchin-Zyklen. Die hat man bisher aber nur in bestimmten Branchen beobachtet. Und dann gibt es die Juglar-Zyklen, auch nach ihrem Entdecker benannt," erklärt Leo Nefiodow, Kondratieff-Chartexperte und Zukunftsforscher. Die Juglar-Zyklen haben eine Periode von etwa sieben bis elf Jahren. "Und der DAX folgt den Juglar-Zyklen, nur indirekt den Kondratieff-Zyklen." Ein Kondratieff-Zyklus besteht aus sechs Juglar-Zyklen. Jeder Juglar-Zyklus ist ein Konjunkturzyklus an dessen Ende eine Rezession erfolgt, "mehr oder weniger stark."
In welcher Zeitachse der Zyklen sich der DAX gerade befindet, wann die nächste Rezession erfolgt und wie Sie sich als Anleger daher am Besten verhalten - das erfahren Sie in im 2. Teil unseres Interviews mit Leo A. Nefiodow, Zukunftsforscher und Autor des Buches "Der sechste Kondratieff."
Redakteur: Brigitte Bauer
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