Lenovo greift nach Medion - Euromicron auf Wachstumskurs
Medion soll chinesisch werden. Rund 629 Millionen Euro will Lenovo für den Aldi-Lieferanten auf den Tisch legen - das sind 13 Euro je Aktie. Christoph Schlienkamp vom Bankhaus Lampe sieht die Offerte für Medion eindeutig positiv. Ebenfalls optimstisch ist der Analyst bei Euromicron. Der Komplett-Lösungsanbieter konnte EBIT und Umsatz im ersten Quartal deutlich steigern. Wie die Aussichten für die Aktien sind, erfahren Sie jetzt.
Am liebsten wollen die Chinesen Medion komplett übernehmen, Minimum sind 51 Prozent des Grundkapitals. Einen wichtigen Schritt ist man schon voran gekommen. Unternehmensgründer, Mehrheitseigentümers und Vorstandschefs Gerd Brachmann hat das Angebot bereits angenommen. Er wird knapp 17,8 Millionen Aktien für rund 230,7 Millionen Euro an die Chinesen verkaufen. Das Übernahmeangebot hat die Aktien von Medion ordentlich beflügelt. Das Papier notiert bei rund 13 Euro. "Wir hatten zuletzt ein Kursziel von 14,50 Euro", so der Analyst weiter. Da war aber die Übernahme durch die Chinesen mit den neuen Perspektiven noch nicht berücksichtigt. Nun riecht es eher nach einer Kurszielerhöhung...
Das EBIT von Euromicron kletterte im Auftaktquartal von 3,1 Millionen Euro auf 4,1 Millionen Euro. Der Umsatz legte um 28% auf 57,5 Millionen Euro zu. Auch für das Gesamtjahr sieht es gut aus. "Man muss als Anleger auch im Hinterkopf haben, dass bei Euromicron das vierte Quartal entscheidend ist. Da macht der Konzern deutlich mehr als ein Viertel der Jahresumsätze und des Ertrags", sagt Christoph Schlienkamp. Euromicron will beim Umsatz in diesem Jahr die Marke von 220 Millionen Euro knacken. Geht es nach dem Analysten ist die Marke von 300 Millionen Euro durchaus schnell zu erreichen. Mittelfristig sieht er sogar die Schwelle von 500 Millionen Euro. "Die Gesellschaft hat Wachstumsperspektiven, die im jetzigen Kursniveau längst noch nicht zum Ausdruck kommen", sagt der Analyst.
Redakteur: Sandra Heinze
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