Markteperte Juds: "Anleger brauchen starke Nerven"
Wolfgang Juds von der CREDO Vermögensmanagement rät Anlegern bei spanischen und italienischen Titeln zur Vorsicht: "Wenn die Zinsen von sechs Prozent auf sieben Prozent steigen sollten bei italienischen Anleihen - und das ist ja in der Vergangenheit passiert -, dann hieße das zwischenzeitliche Kursverluste von 10 Prozent", so Juds. "Ich denke mal, dass das im Moment noch zu früh ist, diese Anleihen zu suchen."
Spanien hat bei seiner jüngsten Auktion das avisierte Volumen übertroffen, musste dafür aber zum Teil höhere Zinsen in Kauf nehmen als bei der Auktion Anfang Februar. So haben gestiegenen Zweifel an einer Rettung Griechenlands die Renditen für die im Juli 2015 fällig werdenden Titel auf 3,332 Prozent. Bei der Versteigerung gleicher Papiere am 2. Februar hatte Spanien noch 2,861 Prozent Zinsen zahlen müssen. Dagegen sanken die Renditen bei den beiden weiteren Auktionen des Tages zum Teil deutlich. Hier lagen die jeweils vorangegangene Auktionen allerdings auch schon längere Zeit zurück.
Insgesamt hat Spanien seit Anfang des Jahres Anleihen im Volumen von fast 30 Milliarden Euro platziert. Damit wurde bislang mehr als ein Drittel des Finanzierungsbedarfs für das Gesamtjahr 2012 in Höhe von 86 Milliarden Euro sichergestellt. Bei der jüngsten Auktion erlösten die Iberer 4,074 Milliarden Euro und schöpften das avisierte Volumen von 3 bis 4 Milliarden Euro mehr als aus.
Ob Anleger jetzt bei spanischen oder auch italienischen Titeln zugreifen sollten, erfahren Sie von Marktexperte Wolfgang Juds im Interview.
Redakteur: Sebastian Schick
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