Marktexperte Brunner: "Unternehmensanleihen jetzt ins Depot"
Wir werfen wieder einen Blick auf den Rentenmarkt. Dort schauen wir auf die Entwicklungen in den Problemländern Portugal und Italien. Außerdem erklärt Experte Arthur Brunner, warum gerade jetzt Unternehmensanleihen ins Depot gehören.
Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind gestützt durch schwache US-Wachstumszahlen am Freitag gestiegen. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future kletterte bis zum frühen Abend um 0,12 Prozent auf 138,86 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 1,854 Prozent. Die enttäuschend ausgefallenen Daten zum US-Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal hätten die Anleihen gestützt, sagten Händler. Die US-Wirtschaft war zwar im vierten Quartal um 2,8 Prozent gewachsen. Die Zusammensetzung des Wachstums sei jedoch enttäuschend gewesen. " Das Wachstum ist vor allem durch den Lageraufbau getrieben worden, während Investitionen und Konsum schwach geblieben sind ",sagte Bernd Weidensteiner, USA-Experte der Commerzbank, am Freitag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Angesichts der niedrigen Sparquote und der zurückhaltenden Lohn- und Arbeitsmarktentwicklung sei beim privaten Konsum auch keine deutliche Erholung zu erwarten. Im Vormittagshandel waren die Anleihen noch angesichts einer etwas gestiegenen Risikoneigung geklettert. Die Hoffnung, dass sich Griechenland mit seinen privaten Gläubigern auf einen Kompromiss beim geplanten Schuldenschnitt einigt, habe für eine etwas gestiegene Risikofreude am Markt gesorgt, sagten Händler. Die Renditen für die Anleihen der Euro-Krisenländer gingen merklich zurück. So fiel die Rendite von zehnjährigen italienischen Anleihen unter die Marke von sechs Prozent und die von spanischen Anleihen unter fünf Prozent. Italien hat sich zudem mit Drei-Monats-Papieren so günstig wie zuletzt im Mai 2011 am Geldmarkt refinanziert.
Redakteur: Christoph Damm
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