Marktexperte Kantimm: EZB-Tender nicht risikolos
Die Banken habe beide Hände aufgehalten als es um die Vergabe des neuen EZB-Tenders ging. Die Mittel fließen nun in erster Linie in die Anleihemärkte und in die Refinanzierung von angeschlagenen Euroländern und Banken, weiß Oliver Kantimm.
„Wir haben ja jetzt in der jüngsten Vergangenheit gesehen, dass die Risikobereitschaft an den Märkten wieder zunimmt“, so Kantimm. Er geht davon aus, dass auch Liquidität in die Aktienmärkte fließt, wenn die Risikobereitschaft weiter zunimmt.
Allerdings sieht er auch Risiken in der Ausgabe der Tender. „Das erste Risiko ist die immense Ausweitung der Bilanzsumme der Notenbanken und da gibt’s dann natürlich Gefahren, wenn da mal eine Bombe platzt“, warnt Kantimm. Unter solchen umständen kann nicht mehr ausgeschlossen werden, dass auch eine Knotenbank selbst in Schwierigkeiten gerät.
Er sieht außerdem das Risiko von Blasenbildungen. „Die Internetbubble ist ja auch unter anderen dadurch hervorgerufen worden, durch überreich vorhandene billige Liquidität, die dann im neuen Jahrtausend dann wieder von der Fed zurückgefahren worden ist“, erklärt Katimm.
Wie Katimm die Kursgewinne des DAX unter diesen Vorraussetzungen, die Rolle der Schuldenkrise und die Aktie von SAP bewertet, erfahren Sie im Beitrag.
Redakteur: Antje Cznottka
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