Marktexperte Lipkow: "Die Kuh ist noch nicht vom Eis"
Zwar wurde mit dem Rettungspaket für Griechenland auf Zeit gespielt, allerdings schwelt die Schuldenkrise noch immer stärker als vielleicht angenommen. "Es gibt noch viele andere Problemländer - da ist die Kuh noch nicht vom Eis", erklärt Andreas Lipkow von mwb fairtrade.
Erneut südwärts ist es am Mittwoch mit den deutschen Aktien gegangen. Der DAX verlor 0,9 Prozent oder 64 auf 6.844 Punkte. Echten Verkaufsdruck gab es aber nicht. Umgesetzt wurden an DAX-Titeln auf Xetra rund 126,3 Millionen Aktien im Wert von rund 2,80 Milliarden Euro. Zur Skepsis über das Rettungspaket für Griechenland gesellten sich Konjunkturdaten aus der Eurozone, die nicht überzeugten. Die Wirtschaft im Euroraum ist im Februar entgegen den Erwartungen nicht gewachsen. Sowohl in der Industrie als auch im Dienstleistungssektor war die Geschäftsaktivität rückläufig. Die Ergebnisse von Umfragen unter Einkäufern in Unternehmen enttäuschten. ;Die Erholung der Konjunktur in der Eurozone hat im Februar pausiert wegen des Dramas um das zweite Rettungspaket für Griechenland und wegen der Rückkehr des Winters;, sagte Christian Schulz von der Berenberg Bank. Howard Archer von IHS Global Insights meinte: ;Die Eurozone ist weit davon entfernt, konjunkturell aus dem Gröbsten heraus zu sein.; Nun richten sich die Blicke der Börsianer auf Donnerstag, wenn in Athen das griechische Parlament über ein Gesetz entscheiden soll, mit dem die Konditionen alter Staatsanleihen rückwirkend so geändert werden können, dass eine Teilnahme der Privaten Gläubiger an der beschlossenen ;freiwilligen; Umschuldung erzwungen werden kann. Öl ins Feuer hat die Ratingagentur Fitch gegossen. Sie hat die Bonitätsnote für Griechenland auf ;C; gesenkt. Damit liegt das Rating nur noch eine Stufe über der offiziellen Feststellung eines Zahlungsausfalls.
Redakteur: Christoph Damm
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