Marktüberblick: Deutsche Bank sehr günstig - DAX-Allzeithoch erst 2013
Der Januar ist mehr als gut für den DAX gelaufen und gewöhnlich gilt der Monat als recht zuverlässiger Indikator für den DAX-Verlauf des restlichen Jahres. Und so konnte der Leitindex gestern, trotz der besser erwarteten Bilanz der Deutschen Bank, zulegen. Es scheint als könne ihn nichts mehr erschüttern.
Michael K. Foeller von ICF Kursmakler gibt zu bedenken, dass die Zahlen der Deutschen Bank gar nicht so schlecht waren. „Ma hat hier ganz klar auch gesehen, die Risikovorsorge wurde leicht erhöht und all diese Sachen, was natürlich zu einem Ergebnis geführt hat, was unter den Erwartungen der Analysten lag. Aber man muss auch mal realistisch sein“, fordert Foeller. Die Deutsche Bank hatte ja schon früh angekündigt, dass das hochgesteckte Ziel von zehn Milliarden Euro Gewinn wohl nicht erreicht werden könnte. „Man muss hier auch sehen, dass man sehr vernünftige Zahlen gebracht hat“, bewertet Foeller. Er ist auch der Meinung, dass die Aktie nicht abgestraft wurde, weil sie immer noch sehr günstig ist.
Genauso bewertet er den DAX-Verlauf. „Wir sind dem Realismus wieder etwas näher. Die Übertreibungen nach unten aus der vergangenen Zeit sind jetzt erstmal ausgemerzt“, er ist aber auch der Meinung, dass der DAX noch nicht in eine Übertreibung nach oben geglitten ist. „Wir haben eine Perspektive für den DAX, die darauf hindeutet, dass wir in diesem Jahr auf jeden Fall über die 7.000 klettern“, so Foeller. Er rechnet 2012 allerdings noch nicht mit neuen Allzeit-Hochs, 2013 will Foeller diese aber nicht ausschließen.
Was ein „pain-trend“ ist, warum die Bären unter ihm leiden und wie es mit dem DAX und den anderen Indizes in der nächsten Woche weitergeht, erfahren Sie im Beitrag
Redakteur: Antje Cznottka
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