Nebenwerte unter der Lupe - Zugreifen oder Finger weg?
Die Aktie des Motorenbauers Deutz ist ab heute im MDAX gelistet. Seit Jahresbeginn verbucht der ehemalige SDAX-Wert ein Minus von über 20 Prozent. Bei Praktiker sieht es finsterer aus. Die Aktie ist seit Jahresgebinn fast 70 Prozent eingebrochen. Heute muss die Baumarktkette den MDAX verlassen und steigt in den SDAX ab. Wo sich ein Investment lohnt, weiß Christoph Schlienkamp vom Bankhaus Lampe.
Die Geschäfte von Deutz liefen zuletzt gut. "Die Gesellschaft hat die letzten Krisen genutzt, um sich schlanker aufzustellen. Während man vor Jahren noch 175.000 Motoren pro Jahr produzieren musste um Break-Even zu sein, liegt die aktuelle Zahlen bei 125.000 Motoren pro Jahr", sagt Christoph Schlienkamp. Im zweiten Quartal steigerte der Motorenbauer das operative Ergebnis um 158,4 Prozent auf 26,1 Millionen Euro. Der Umsatz legte um 30,2 Prozent auf 388,1 Millionen Euro zu. Laut dem Bankhaus Lampe ist bei Deutz aktuell "von Krise noch nichts zu spüren".
In letzter Zeit häuften sich vor allem schlechte Nachrichten bei Praktiker. Im zweiten Quartal verbuchte der Konzern einen Verlust von 307,1 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 25,8 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz ging um 7,9 Prozent zurück auf 957,0 Millionen Euro. "Praktiker muss seine Hausaufgaben neu machen. Wir werden mit Thomas Fox ab dem 1.10.2011 einen neuen Vorstandssprecher haben", sagt Christoph Schlienkamp. Wolfgang Werner hatte im Juli seinen Rücktritt angekündigt.
Redakteur: Sandra Heinze
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