Rohstoff-Monitor: Ölpreis bleibt in Handelsspanne zwischen 70 und 85 Dollar je Barrel
Thomas Benedix, Portfolio Manager der Tiberius Asset Management AG ist der Ansicht, dass "ein Ausbruch aus dieser Spanne nach unten einen Konjunktureinbruch voraussetzen würde. Für einen Ausbruch nach oben benötigte der Ölpreis viel stärkere Mikrodaten aus den USA."
Die Rohöl-Lagerbestände in den USA wirken sich auf in zweierlei Hinsicht auf den Ölpreis aus. Zum einen auf das absolute Preisniveau und zum anderen auf die Terminkurve. Für den absoluten Preis sind die Überschusslagerbestände besonders wichtig. Diese liegen aktuell um 20 Millionen Barrel über der saisonalen Norm. Bereits am Mittwoch konnten die Ölpreise wieder anziehen; angesichts sinkender Sorgen um die Erholung der Wirtschaft. Ein Barrel der US-Referenzsorte West Texas Intermediate zur Auslieferung im Oktober kostete am Mittag 72,49 US-Dollar. Das waren 57 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent stieg um 88 Cent auf 75,52 Dollar. Die gestiegene Stimmung der chinesischen Einkaufsmanager für das Verarbeitende Gewerbe habe die Sorgen von Anlegern um die Geschwindigkeit der Erholung der Weltwirtschaft verringert, sagten Händler. Der entsprechende Index war im August von 51,2 Punkten im Vormonat auf 51,7 Zähler geklettert. Damit liegt der Index seit 18 Monaten in Folge über der Expansionsschwelle von 50 Punkten. Die Daten aus China seien nach einigen Zahlen aus den USA etwas beruhigend, sagte Ölanalyst Christophe Barret von Credit Agricole. "Die Daten bestätigen unsere Sicht, dass wir keine Double-Dip-Rezession bekommen. " Die Rückkehr zum Wachstum werde aber langsam und schmerzvoll sein. Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist unterdessen gesunken. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel am Dienstag im Durchschnitt 72,39 Dollar. Das waren 66 Cent weniger als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.
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