Silber-Experte Teil 1: "Günstig nachkaufen - Gelegenheit nutzen"
Der Preis je Feinunze Silber konnte sich diese Woche wieder über die Marke von 31 Euro hieven. Silber hat derzeit das Problem, dass es zwischen den Stühlen steht. Einerseits Industriemetall, andererseits Edelmetall. Erst kürzlich mussten die Industriemetalle einen herben Einbruch verzeichnen und auch der Goldpreis - der große Bruder von Silber - ließ kräftig nach. Ob es jetzt wieder mit dem Silberpreis aufwärts geht und ob wir gerade Einstiegskurse sehen, das erfahren Sie im ersten Teil unseres Silberinterviews mit Günther Luitz von der HDV Leimen.
Der Silberpreis ist in den letzten 10 Jahren von 4 Dollar auf 50 Dollar angestiegen, fiel dann auf 26 Dollar zurück und notiert heute bei 32 Dollar. Nimmt man die Spanne von 4 Dollar auf heute 32 Dollar, so ergibt sich eine Performance von 800 Prozent. Der derzeitig Druck, der auf dem Silberpreis lastet, geht von mehreren Faktoren aus: Spekulanten, Industrienachfrage, Goldpreis, Politik. Aber Günther Luitz von der HDV Leimen sieht noch einen anderen Grund: 43 Prozent der Weltbevölkerung, die in Ländern wie Brasilien, Indonesien, Indien und China leben, wollen den gleichen Lebensstandard wie die westlichen Länder. "Und wenn die da hin kommen, dann brauchen wir viel viel mehr Silber als heute. Das heißt also da werden wir über diesen Druck von heute gar nicht mehr sprechen, wenn das kommt."
Nach Günther Luitz sollte Gold und Silber als Vermögensdiversifizierung auf jeden Fall dazu gekauft werden, so lange die Unruhen, wie die Euro-Schuldenkrise anhalten. Bis 2020 sieht der Experte übrigens eine Nachfrage nach einer Verdoppelung der Silbermenge auf uns zukommen - schon allein durch die Nachfrage aus der Industrie. "Da werden wir viel Freude haben, wo der Silberpreis die nächsten Jahre hingeht," so Luitz.
Warum der Experte gerade Einstiegskurse beim Silberpreis sieht - das erfahren Sie im 1. Teil unseres Silberinterviews.
Den zweiten Teil des Interviews finden Sie hier.
Redakteur: Brigitte Bauer
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