SKW Stahl-Metallurgie-Chefin: "Aktie hat noch Luft nach oben"
Der Spezialchemie-Konzern SKW Metallurgie liegt nach dem ersten Halbjahr 2011 auf dem avisierten Wachstumskurs. Beigetragen zum positiven Ergebnis haben das positive konjunkturelle Umfeld, vor allem die Stahlindustrie. Und SKW ist weiterhin stark auf Expansionskurs. Was sich hier tut, das erfahren Sie von Ines Kolmsee, Vorstand von SKW Stahl-Metallurgie.
Die Zahlen der SKW Stahl-Metallurgie können sich sehen lassen: Der Konzernumsatz nach sechs Monaten liegt bei 215,6 Millionen Euro, stieg damit um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das EBITDA wurde um 22 Prozent auf 19,7 Millionen Euro verbessert. Die Sondereffekte lauten wie folgt: Die Übernahme eines Kalziumkarbid-Werkes in Schweden führte einerseits zu einem positiven Bewertungseffekt von 2,7 Millionen Euro, dem standen jedoch Anlaufverluste für dieses Werk sowie für die zur Jahresmitte neu in Betrieb genommenen Produktionsstätten in Bhutan und Russland gegenüber. Zudem war im Vorjahresgewinn noch ein positiver Nettowährungseffekt von 2,2 Millionen Euro enthalten, während im ersten Halbjahr 2011 ein negativer Währungseffekt von 0,5 Millionen Euro zu verzeichnen war. "Ich bin zufrieden," sagt Ines Kolmsee, Vorstand von SKW Stahl-Metallurgie.
Für das Gesamtjahr und 2012 hält die SKW Metallurgie an ihrer Prognose fest, ein deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum erzielen zu können. Die Wachstumsdynamik des ersten Halbjahres 2011 dürfte sich im weiteren Jahresverlauf jedoch verlangsamen. "Wir haben die Prognose auf dem Niveau gehalten, was wir auch bereits im Frühjahr bekannt gegeben haben, nämlich 32 Millionen Euro beim EBITDA und einen gesteigerten Umsatz gegenüber dem letzten Jahr," so Kolmsee. Kolmsee gab allerdings zu, dass die Prognosen von SKW lieber etwas zu vorsichtig gehalten sind. In den Märkten von SKW Stahl-Metallurgie merke Sie keine Verlangsamung, man müsse allerdings das wirtschaftliche Umfeld durchaus berücksichtigen. "Und deswegen sind wir da jetzt vorsichtig."
In den letzten 5 Monaten waren viele Expansionsprojekte in der entscheidenden Bauphase. In der zweiten Jahreshälfte werde man jetzt weniger Kapitalkosten für Expansionen aufbringen. "Das Thema Expansion ist für uns natürlich immer weiterhin ein Thema. Aber erstmal die großen Investitionen gehen jetzt dem Ende zu und wir wollen im nächsten Jahr dann auch mal die Früchte unserer Arbeit und unserer Investitionen ernten. Das heißt wir rechnen mit dem vollen Ergebnisbeitrag dieser Investition im Jahr 2012," so Vorstand Kolmsee.
Warum Ines Kolmsee bei der SKW Stahl-Metallurgie-Aktie noch Luft nach oben sieht - das erfahren Sie in diesem Interview.
Redakteur: Brigitte Bauer
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