Solar-Boom in China: Trina Solar, Suntech und JA Solar wieder gefragt
Die chinesische Regierung überraschte unlängst mit der Meldung, die Nutzung von regenerativen Energien stark voranzutreiben. Der Grund sind aber keine umweltpolitischen Aspekte, sondern der Versuch die heimischen Konzerne zu retten. Denn die exportabhängige Solar- und Windwirtschaft leidet unter dem schwachen Geschäft im Ausland. Die deutschen Solarkonzerne werden aber vom China-Geschäft nicht viel zu spüren bekommen, glaubt Dr. Norbert Allnoch vom Internationalen Wirtschaftsforum Regenerative Energien.
Dabei ist die Lage für Wind- und Solarenergie recht unterschiedlich. Im Windsektor ist über 90 Prozent des Marktes in China von einheimischen Unternehmen bedient wird. Die Planziele wurden erhöht, damit diese Unternehmen weitere Aufträge bekommen. Ganz anders die Lage im Solarbereich. Über 90 Prozent der chinesischen Produktion wird ins Ausland verkauft, ein nationaler Markt existiert kaum. Auch das birgt Gefahren, denn das Geschäft im Ausland lahmt. "Die Abhängigkeit vom Ausland ist so hoch, dass man sagt, wenn wir nichts machen im heimischen Markt, dann könnten wir gegen die Wand fahren. Deswegen ist der Druck der chinesischen Unternehmen gegenüber der eigenen Landesregierung so hoch, dass man die nationalen Ausbauziele erhöht hat", sagt Dr. Norbert Allnoch.
Für die deutschen Konzerne rechnet er sich aber keine Chancen ab. Zumindest auf den chinesischen Windmarkt haben europäische Hersteller keinen Zugang. Zumindest aber könnte sich die weltweite Lage für die Solarkonzerne entspannen, wenn China stärker für den eigenen Markt produziert. Welche chinesischen Konzern die Nase derzeit vorne haben, das verrät Norbert Allnoch im DAF-Interview.
Redakteur: Nathalie Lober
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