Solar Millennium-CFO Blamberger: "Ein hochkomplexer Vorgang!"
Wie empfindlich der Kapitalmarkt auf eine Prognosesenkung reagiert, hat man am Mittwoch bei der Aktie von Solar Millennium gesehen. Heute allerdings kann sich der Wert schon wieder erholen. Wohl auch, weil die Korrektur der Prognose nicht aus heiterem Himmel kam: "Wir haben in der Vergangenheit wiederholt betont, dass Großprojekte - und in den USA geht es um Milliardenprojekte - nie auf den Tag genau planbar sind", so Vorstand Oliver Blamberger im DAF-Interview.
Die Aussichten sind laut Vorstand Oliver Blamberger nach wie vor gut bei Solar Millennium. "Im Übrigen sind natürlich niedrige Aktienpreise immer eine Kaufchance", so Blamberger gegenüber DAF. Ein Nachteil ist sicherlich, dass das Geschäftsjahr bereits Ende Oktober endet und sich die Milliardenprojekte am Standort Blythe in Kalifornien verzögern.
Solar Millennium reduzierte die Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2009/2010 von 350 Millionen Euro auf ca. 150 Millionen Euro (Umsatz) bzw. von 30 Millionen Euro auf ein ausgeglichenes bis leicht negatives EBIT. Der Grund sind die Verzögerungen beim Finanzierungsabschluss für die geplanten US-Kraftwerke Blythe 1 und 2 in Kalifornien, unter anderem wegen Änderungen durch das US-Energieministerium (Department of Energy - DoE) sowie durch andere involvierte US-Behörden im Verfahrensprozess für das Kreditgarantieprogamm (Loan Guarantee Program). Diese führen zu einer Verschiebung des ursprünglich vor dem Bilanzstichtag am 31.10.2010 geplanten Finanzierungsabschlusses. Die entsprechenden Umsätze und Ergebnisse aus Projektentwicklung und Anteilsverkäufen können daher erst im nächsten Geschäftsjahr erzielt werden.
Welchen Ausblick der Vorstand von Solar Millennium, Oliver Blamberger, für das nächste Jahr gibt und wann er mit dem Baubeginn und dem Finanzierungsabschluss für die US-Projekte rechnet, erfahren Sie exklusiv im DAF-Interview.
Redakteur: Sebastian Schick
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