Solar Millennium: "Ein kleines Wunder was man schon geschafft hat"
Bei Solar Millennium war im letzten Jahr einiges los. Vorstandschef Utz Claassen warf nach wenigen Wochen das Handtuch, die Prognose wurde mehrfach nach unten korrigiert und der Aktienkurs ist eingebrochen. Doch Solar Millennium lebt vom Bau großer Solarkraftwerke. Das Auf und Ab gehört zum Geschäft. Jörg Weber von ECOReporter über das Geschäftsmodell und was man alles schon geschafft hat.
Solar Millennium hat vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2009/2010 vorgelegt. Das EBIT beträgt 700 000 Euro - nach 52,2 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz ist mit 73,2 Millionen Euro etwa halb so hoch wie 2009. Verantwortlich für die Rückgänge sind in erster Linie die Verzögerungen beim geplanten größten Solarkraftwerk der Welt im kalifornischen Blythe. Mit rund 1.000 MW will man hier in Dimensionen von Kernkraftwerken vordringen. "Solar Millennium hat kein kontinuierliches Geschäft, denn große Solarkraftwerke werden nicht in Reihe gebaut. Es kommt immer mal wieder zu Verzögerungen. Deswegen kann man sich nicht nur die Entwicklung von einem Jahr ansehen", sagt Jörg Weber. "Solarthermie war zu Beginn ein umstrittenes Thema. Doch Solar Millennium hat sich durchgekämpft. Dass man jetzt in der Lage ist solche Großprojekte zu realisieren ist ein kleines Wunder", so der Experte weiter.
Redakteur: Sandra Heinze
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