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23.03.2011 07:41

Solar und Windkraft: "Verdoppler - zugreifen"

"Die Krise in Japan führt zu einer völlig neuen Sicht auf die Aktien der erneuerbaren Energien. Fundamental verbessert sich die Situation und die Politik wird in dieser Hinsicht auch neue Wege beschreiten müssen. Dadurch gibt es viele Profiteure aus dem Bereich der Solarenergie und Windkraft. Und es werden sich jetzt deutliche Steigerungen bei den dazugehörigen Aktien ergeben." Wolfgang Braun, Chefredakteur bei aktien-strategie.de nennt seine Favoriten, und die haben es in sich.

Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Gesamt-Stromversorgung liegt nach Auswertung einer Statistik für das Jahr 2010 bei 17 Prozent. Im Vergleich zu 2009 war das ein halber Prozentpunkt mehr. Das ist nicht viel, doch bedenkt man die schlechten Wetterbedingungen gerade im Bereich der Windkraftanlagen, dennoch ein erfreuliches Ergebnis. Die Arbeitsgruppe Erneuerbare-Energien-Statistik (AGEE-Stat) des Bundesumweltministeriums veröffentlichte die Ergebnisse für das vergangene Jahr 2010. Aus der Statistik geht hervor, dass gerade beim Windstrom Abstriche gemacht werden mussten. Die geringen Winde trugen dazu bei, dass der Ertrag am Windstrom nur 36,5 Milliarden Kilowattstunden betrug. So niedrig war der Wert zuletzt im Jahr 2006. Zu vernachlässigen ist die Windkraft dennoch nicht, denn sie stellt einen der stärksten Pfeiler der erneuerbaren Energien dar und macht einen Gesamtanteil von immerhin 6 Prozent aus. Erfreulich ist der deutliche Anstieg des Solarstroms, der derzeit etwa 2 Prozent ausmacht. Der aus Photovoltaikanlagen gewonnenen Strom betrug im vergangenen Jahr fast doppelt so viel wie 2009. Auch beim Biogas konnte ein Anstieg vermerkt werden. Experten gehen davon aus, dass der Anteil erneuerbarer Energien kontinuierlich steigen und in einem Jahrzehnt bereits 40 Prozent der gesamten Stromversorgung ausmachen wird. Die Prognosen gehen von einer jährlichen Zunahme von etwa 12 Terawattstunden (12 Milliarden kWh) aus. Der strenge Winter sowie die konjunkturelle Lage trugen dazu bei, dass der Energieverbrauch im Vergleich zu 2009 stark zugenommen hat. Die erneuerbaren Energien trugen mit 11 Prozent zur Deckung des Strom-, Wärme- und Kraftstoffverbrauchs bei. Der Wärmeenergieverbrauch konnte 2010 um 0,9 Prozentpunkte gesteigert werden, der Kraftstoffverbrauch erfuhr einen leichten Anstieg von 0,3 Prozentpunkten. Der Aufschwung scheint auch bei den erneuerbaren Energien angekommen zu sein. Da ihr wirtschaftlicher Stellenwert steigt, werden auch immer mehr Investitionen in Anlagen getätigt, die die erneuerbaren Energien nutzbar machen. Die Investitionen lagen im Jahr 2010 bei 26 Millionen Euro, 2009 waren es nur knapp 21 Prozent. Mit den Investitionen geht auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze einher. Im Bereich der erneuerbaren Energien nahmen die Beschäftigungszahlen um 8 Prozent zu und lagen damit im Jahr 2010 bei gut 370.000 Beschäftigten. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zeigt ebenfalls Wirkung. Die Nutzung erneuerbarer Energien reduziert die Treibhausgase. Ihnen ist es zu verdanken, dass die Treibhausgase im vergangenen Jahr um 120 Millionen Tonnen zurückgegangen sind. Fast die Hälfte davon ist auf das EEG zurückzuführen.

Redakteur: Marco Pahl

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