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09.06.2011 17:35

Solarworld-Chef Frank Asbeck: "Die Chinesen kochen auch nur mit Wasser"

Trotz Preisdruck aus China und möglicher Konsolidierungsverschärfung - Frank Asbeck strotzt wie gewohnt vor Selbstbewusstsein. "Also mir persönlich macht kein Chinese Angst, weil sie alle deutlich kleiner sind als ich und deutlich leichter", scherzt der 'Sonnenkönig' - wie Asbeck in der Branche genannt wird - im Gespräch mit DAF-Redakteur Sebastian Schick. Dennoch ist Asbeck von der deutschen Politik enttäuscht.

"Wir kennen unsere Zahlen. Wir kennen unser Produkt und wir kennen unsere Kosten. Insofern wissen wir, dass auch Chinesen nur mit Wasser kochen. Wir haben mit unserer Marke etwas aufgebaut, was wir mit Qualität in den letzten Jahren unterfüttert haben", so Frank Asbeck, Vorstandsvorsitzender bei SolarWorld.

Die Überkapazitäten in der Branche und die kostengünstigere Konkurrenz aus China bereiten derzeit etlichen Solarunternehmen Sorgen. Asbeck bleibt jedoch gelassen: "Sie (die Chinesen) haben natürlich ihre Kapazitäten nur zu 50 Prozent ausgenutzt, weil sie einfach die Technik aus Europa genommen haben und haben das gleiche dann Faktor 10 nachgebaut. Hat allerdings den Vorteil: Sie haben die Technik von vor drei Jahren. Da sind wir schon ein bisschen weiter." Verärgert oder vielmehr enttäuscht zeigt sich der Manager jedoch über die Politik: "Wer aussteigen will aus der Atomkraft, der muss natürlich auch woanders in Erneuerbare einsteigen, und da ist der Einstieg nicht richtig gelungen. Wir haben gerade im Bereich Photovoltaik Einschränkungen". Die Sonderabsenkungen im kommenden Sommer seien, auch wenn sie zwar angerechnet werden, "sehr ärgerlich". "Wir können nicht immer weiter mit unseren Preisen runter. Wir wollen ja schon bis zum Jahr 2020 unsere Preise auf die Hälfte reduzieren. Das ist schon sehr ambitioniert", erklärt Frank Asbeck im DAF-Exklusivinterview.

Redakteur: Sebastian Schick

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