Stahlbranche: Raus aus KloeCo, Thyssen, Salzgitter und Co?
Diese Nachricht schockt heute die Anleger: Deutschlands größter Stahlhersteller ThyssenKrupp will seine Produktion in den nächsten Monaten drosseln. Grund: die hohen Lagerbestände bei den Weiterverarbeitern. Und hohe Lagerbestände deuten meistens auf eine abflauende Konjunktur hin. Sind die Stahl-Titel auf dem absteigenden Ast? Wir haben die Titel unter die Lupe genommen...
500.000 Tonnen, das ist die Zahl, die der größte Stahlhersteller ThyssenKrupp drosseln will. Die Nachfrage sei zwar ungebrochen, doch durch die hohen Lagerbestände bei den Weiterverarbeitern zeichne sich eine Flaute ab. Die Kunden bauen jetzt erst einmal die Lagerbestände ab. Hochöfen sollen aber nicht abgeschaltet werden. Auch die Jahreskapazität bleibt bei 13,5 Millionen Tonnen. Im ersten Halbjahr war die Produktion allerdings noch zu fast 100 Prozent ausgelastet.
Auch Europas größter Stahlhändler Klöckner & Co berichtet von einer schwachen Geschäftsentwicklung im dritten Quartal: "Die Situation ist relativ kritisch. Wir sehen eine Nachfragedämpfung bei unseren Kunden. Der übliche Rebound nach der Sommerpause hat so nicht stattgefunden." Klöckner & Co-Chef Rühl weiter: "Im September geht es normalerweise deutlicher aufwärts. Dieser Aufwärtstrend ist in diesem Jahr nicht so deutlich."
Im Hinblick auf das Erreichen der operativen Ziel-Marge (EBITDA) von 6 Prozent sagte Rühl: "Wir haben gesagt, wenn die Wachstumsverlangsamung eintritt - und sie tritt ein - dann werden wir die Zielmarke auf keinen Fall in 2011 erreichen. Und bei Nullwachstum wird es auch 2012 schwierig."
Wie es um Arcelor Mittal und Salzgitter steht und wie viel Potenzial noch in den Titeln steckt - das erfahren Sie in diesem Beitrag...
Redakteur: Brigitte Bauer
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