UBS-Experte Müller: "Reputation leidet sehr stark"
2,3 Milliarden Dollar hat ein Händler der UBS in nur drei Monaten verzockt. Laut Carsten Müller von FM Research wiegt der Imageverlust allerdings schwerer als der finanzielle Schaden. Immerhin habe die UBS im letzten Jahr noch mit breiter Brust vom vorzüglichen Risikomanagement gesprochen, so Müller. Für die Aktie findet der Experte klare Worte.
Der inhaftierte UBS-Spekulant hat noch mehr Geld als ursprünglich bekannt verzockt. Der Verlust liege bei 2,3 Milliarden Dollar (rund 1,67 Mrd Euro), teilte die Bank am Sonntag mit. Zuvor war die UBS von rund zwei Milliarden ausgegangen. Die Bank erklärte, der Verlust resultiere aus nicht genehmigten Spekulationen mit Index Futures von S&P500, Dax und EuroStoxx im Laufe der letzten drei Monate. Gleichzeitig betonte die UBS, man sei dem Händler bereits auf der Spur gewesen. Kundengeld sei bei der Fehlspekulation nicht verloren gegangen. Laut UBS sollen jetzt mögliche Fehler in den internen Kontrollsystemen aufgedeckt werden, die dafür gesorgt haben, dass die Aktivitäten zunächst unentdeckt blieben. Ratingagenturen haben wegen der mangelhaften Kontrollen bereits angedroht, die Bonität der UBS herabzustufen.
Redakteur: Andreas Agly
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