UBS: Weber darf früher
Die Schweizer Großbank hat am Dienstag Klarheit über die Führung der Bank geschaffen. Mit der beschleunigten Berufung des früheren Bundesbankpräsidenten Axel Weber an die Spitze des Verwaltungsrats gab sie zudem erste Einblicke in die künftige strategische Ausrichtung des Züricher Instituts. Der ehemalige Bundesbankpräsident wird das Amt des Verwaltungsratsvorsitzenden bereits im Mai 2012 und nicht erst 2013 übernehmen. Nach dem Handelsskandal vom 15. September, der für die Bank mit einem hohen Verlust verbunden war, wird der bisherige Präsident Kaspar Villinger nicht mehr antreten. Villinger weicht damit dem Druck, der nach dem Handelsskandal auf ihm lastete. Immer mehr Stimmen hatten einen schnelleren Wechsel an der Verwaltungsrats-Spitze gefordert. Auch die Position des CEO ist nun besetzt. Der bisherige Interimschef Sergio Ermotti wird das Amt wie erwartet auch dauerhaft ausüben. Sein Vorgänger Oswald Grübel war ebenfalls über den Handelsskandal gestolpert. Der Verwaltungsrat war vielfach dafür kritisiert worden, dass er die Nachfolge Grübels lange offengelassen und angesichts der anstehenden strategischen Veränderungen ein Machtvakuum an der Spitze in Kauf genommen hatte.
Redakteur: Torsten Cuck






