Übernahmen: „Die Chinesen greifen an“
Durch die Börsenturbulenzen wurden europäische Unternehmen immer preiswerter. Eine Chance für Aufkäufer? „Ja, unbedingt“, meint Prof. Christoph Schalast von der Frankfurt School, „die Chinesen haben sich schon 300 Milliarden Euro zurecht gelegt“.
Vor diesem Hintergrund rechnet der Professor, der Mergers & Aquisitions, Wirtschaftsrecht und Europarecht lehrt, dass der Übernahmemarkt 2012 ganz schön in Bewegung gerät: „Die Chinesen greifen an.“ Aber auch andere Aufkäufer stehen in den Startlöchern: „Für Private Equity lohnt sich das Asset Stripping wieder“, sagt der Professor. Durch den Kurssturz notierten viele Unternehmen unter ihren Substanzwerten. Da lohne es sich, Firmen aufzukaufen und zu zerschlagen. Nur die schwierigen Finanzierungsbedingungen könnten bremsen, weil ein Teil der Deals über Fremdkapital finanziert werden müssten. So richtig heiß läuft es nach Aussage des Professors noch im Bereich Internet und Software: „Da lockt die Cloud, da wird richtig viel Geld in die Hand genommen, wie das Beispiel SAP zeigt.“ Spektakuläre Deals erwartet er in der Finanz- und in der Stahlbranche. Genauer besprochen werden in der Sendung Deutsche Börse-New York Stock Exchange (DE000A1KRND6) , Hochtief (DE0006070006) und Demag Cranes (DE000DCAG010).
Redakteur: Bernhard Jünemann
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