Umfrage: „Privatanleger handeln antizyklisch“
Privatanleger sind die zittrigen Hände. Sie kaufen und verkaufen immer zur falschen Zeit. Ein Vorurteil, wie die jüngste Studie der dwpbank zeigt.
„Privatanleger haben sich 2011 klug verhalten“, zieht Karl-Martin im Brahm, Vorstand der Deutschen WertpapierService Bank AG auf der Grundlage von fünf Millionen Depot die Bilanz. „Der Privatanleger ist viel besser als sein Ruf“. Festgemacht wird das an den Nettokäufen, die 2011 positiv waren, und die in einen Kaufquotienten einfließen. Bei der Wert 1 halten sich Käufe und Verkäufe die Waage. Insgesamt ergibt sich 2011 ein Kaufquotient von 1,14, mit anderen Worten: Der Wert der Käufe überstieg den der Verkäufe um 14 Prozent. Besonders in der Schuldenkrise 2011, die ab August tobte, haben Privatanleger diszipliniert aufgestockt, im August sogar mit einem Kaufquotienten von 1,91. Und wo haben Sie zugelangt? Entgegen allen offiziellen Empfehlungen bei Bankaktien, mit einem Kaufquotienten von 1,64. Karl-Martin im Brahm kommt zum Schluss: „Das schlechte Börsenjahr 2011 war für Privatanleger unter dem Strich ein Aktienkaufjahr.“
Redakteur: Bernhard Jünemann
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