US-Experte Rudy: Bilanzen der US-Banken werden Aufschluss bringen
Der US-Markt hielt sich in der vergangenen Woche recht stabil um die Marke von 12.400 Punkten beim Dow Jones. Richtig großes Ausschläge gab es nicht. Für Thomas H. Rudy ist das ein gutes Signal: "Vor einigen Monaten hätten die Märkte bei schlechten Nachrichten total reagiert. Ausschläge von einigen hundert Punkten waren keine Seltenheit. Jetzt reagiert er kaum. Das ist positiv!"
Der Vorstandsvorsitzende von Capital R Investments bewertet die Quartalsergebnisse von Alcoa und JP Morgan Chase nicht als Weltuntergang: "Enttäuschend kann man nicht sagen. Sie lagen in etwa in den Erwartungen der Analysten. Aber sie sind eben auch nicht besser gewesen als das." Den Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche sieht Rudy als kleinen Ausrutscher: "Der positive Trend am Arbeitsmarkt ist auf keinen Fall verpufft. Die Zahlen sind in den letzten Monaten stetig gesunken. Mit so einer kleinen Korrektur muss man mal rechnen." Der schwache Euro habe auch etwas Positives, so steigen die europäischen Exporte. Der Experte hält ein weiteres Absinken des Euros für möglich: "1,25 Dollar oder sogar 1,20 Dollar könnten wir als Tiefstwert noch sehen." Für diese Woche sind die wichtigen US-Konjunkturdaten: am Mittwoch die Zahl der Hypothekenanträge und der Hausmarktindex, am Donnerstag die Wohnbaubeginne, Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und der Philly Fed Index sowie am Freitag die Verkäufe bestehender Häuser. Quartalszahlen kommen von Citigroup, Wells Fargo, Goldman Sachs, eBay, Bank of America, Google, IBM, Microsoft, Morgan Stanley und General Electric. Thomas H. Rudy hält diese Woche deshalb für äußerst aufschlussreich für die gesamte US-Wirtschaft.
Redakteur: Manuel Koch
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