VDAX-Analyse: Gefährlich - "Nervosität in den Märkten bleibt"
Ein Indikator für die Volatilität an den Märkten ist der VDAX. Der VDAX gibt die implizite Volatilität des deutschen Aktien-Leitindex' DAX über 45 Tage in Prozentpunkten an. Man nennt man den VDAX auch Angstbarometer, denn ein hoher Wert weist auf einen unruhigen Markt hin. Niedrige Werte lassen eine Entwicklung ohne starke Kursschwankungen erwarten. Grundlage der Berechnung sind die Preise einer fiktiven Option auf den DAX. Was dieser Index darüber aussagt, wie es an den Märkten weiter gehen könnte, das erfahren Sie von Dr. Gregor Bauer von Dr. Bauer Consult.
"Entwarnung ist noch nicht zu geben," sagt Dr. Bauer von Dr. Bauer Consult. Er ist der Meinung, dass die letzte Erholung, die wir beim DAX gesehen haben zu schnell ging. Diese Erholung sei auch nur auf die positiven Meldungen im Rahmen des Euro zurückzuführen. Zu dem Spruch: "Der Markt muss eine Wand des Misstrauens hochklettern," sagt Dr. Bauer: "Wenn man Misstrauen dadurch definitiv, wie der VDAX gestiegen ist, also die Volatilität gestiegen ist, dann haben wir natürlich einen extremen Volatilitätsschub im Juli bis August diesen Jahres bekommen." Damals war der VDAX aus dem Bereich um die 20 bis auf die Marke von 40 geschossen. Diese Wand habe der VDAX erklommen. Im Moment sehe zwar alles nach Beruhigung aus, aber man dürfe nicht vergessen, dass sich der VDAX an den Märkten orientiere. Derzeit müsse der DAX allerdings massive Widerstandszonen nach oben hin durchbrechen. Also keine einfache Situation. Und hier erwartet Dr. Bauer für den VDAX kein weiteres Abwärtspotenzial. Würde also im Umkehrschluss nichts Gutes für die Märkte bedeuten.
Nach oben hin werde der VDAX gerade im Bereich von 45 bis 47 Prozent begrenzt. Diese Marke zeige deutlich die Hysterie der letzten Monate im Markt auf. Nach unten gesehen - im Rahmen einer möglichen Beruhigung - sei die Marke von 22 Prozent wichtig.
Wie es angesichts dieser charttechnischen Aussagen jetzt mit dem VDAX und somit auch mit den Märkten weiter gehen wird - das erfahren Sie in diesem Interview.
Redakteur: Brigitte Bauer
22.02.
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