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27.08.2010 13:22

Versorger - RWE, E.ON Verkaufen

Versorgeraktien wie Eon, RWE, Endesa und EDF sind wegen ihrer hohen Dividenden bei Investoren gefragt. Die Politik könnte den Anlegern jedoch einen Strich durch die Rechnung machen. Welche Auswirkungen die Brennelementesteuer auf die Energieriesen RWE und E.ON hat, das analysiert Ingo Becker von Kepler Capital Markets.

Zwar wurde die Entscheidung über die von den Energiekonzernen heftig kritisierte Brennelementesteuer für Atomkraftwerke vertagt. Dennoch könnte die Steuer die Unternehmen stark belasten. Wenn man die jüngsten Presseberichte verfolgt, muss man den Eindruck gewinnen, dass die Brennelementesteuer für die Bundesregierung gesetzt sei, so Becker. Was dem Vernehmen nach noch diskutiert werde, ist wie man eine Verlängerung von Laufzeiten behandelt. Für die Energieriesen E.ON und RWE hätte diese Brennelementesteuer fatale Folgen. Man spreche hier von großen Summen, so Becker. 2,3 Milliarden wäre der Betrag, der im Budget sei. Dieser Wert sei nicht absetzbar von der Unternehmenssteuer. Dies würde eine Belastung von rund 23 Euro pro Megawattstunde für ein Kernkraftwerk bedeuten. Sowohl von der Brennelementesteuer, als auch durch die eventuelle weitere Besteuerung sind natürlich von diesen Maßnahmen die Energieriesen erheblich betroffen. Bei E.ON würde sich eine Besteuerung der Brennelemente mit 1,5 Milliarden auf das EBIT auswirken, bei RWE eine Milliarde. Vor allem RWE hatte zuvor versprochen 50-60 Prozent des Nettoergebnisses als Dividende auszuschütten. Beckers Meinung nach ist die Brennelementesteuer, die höchst wahrscheinlich kommen werde, nicht adequat bei RWE eingepreist. RWE habe deshalb auch die Guidance under Review genommen. Die Brennelementesteuer kam unangekündigt von Seiten der Regierung, somit war dies auch nicht Teil der Guidance von RWE. Welche Einschätzung Becker über E.ON hat? - Dies erfahren Sie hier im Interview mit Ingo Becker von Kepler Capital Markets.

Redakteur: Brigitte Bauer

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