Voestalpine - Kaufen - Kursziel 32 Euro
Nach dem rabenschwarzen Jahr 2009 hat die Stahlbranche in Deutschland die Wirtschaftskrise überstanden. Die gestiegene Nachfrage wichtiger Kunden etwa aus der Automobilindustrie und dem Maschinenbau lässt die Stahlbranche wieder optimistisch in die Zukunft blicken. Über den Stahlkonzern Voestalpine und die Stahlbranche im Allgemeinen steht Michael Broeker von der Steubing AG Rede und Antwort
Die Ergebnisverbesserung von Voestalpine sei auf mehrere Faktoren zurück zu führen. Die Nachfrage der wichtigsten Kundensegmente, zum Beispiel aus der Automobilindustrie habe sich stärker belebt als zunächst erwartet, so Broeker. Im Bereich Edelstahl haben auch die wichtigsten Kunden mehr nachgefragt, so dass hier ebenfalls die Nachfrage höher war, als noch vor drei Monaten angenommen. Hinzu kam eine Kostensenkung in zweistelliger Millionenhöhe und dadurch konnte die Kostensteigerung bei Rohstoffen wieder aufgefangen werden. Bei Voestalpine werden die Kapazitäten in den Bereichen Stahl und Edelstahl bis Ende des Jahres voll ausgelastet sein. In den drei anderen Bereichen dürfte die Auslastung bei rund 90 Prozent liegen. In der Branche werden die Wachstumsraten allgemein abnehmen. Dabei spielen die Vergleiche des Vorjahres eine Rolle. Die von BHP angesprochene Problematik der weltweiten Überproduktion treffe zumindest für Voestalpine nicht zu. Die Preise für Eisenerz und Kokskohle würden im vierten Quartal um ungefähr 4 Prozent sinken, so Broeker. Auf Grund der Reichweite der Ertragsbestände werde dies allerdings erst später wirksam werden. Er kalkuliere eine Entlastung von bis zu 15 Euro pro Tonne. Bis 2011 rechnet Broeker mit einer Stabilisierung der Rohstoffpreise, es könne sogar zu fallenden Preisen kommen. Wie Herr Broeker die Aktie einschätzt und warum, das erfahren Sie hier.
Redakteur: Brigitte Bauer
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