Zertifikate: „Innovativ, aber trotzdem einfach“
Innovation galt lange als Markenzeichen der Zertifikatebranche, kam aber mit der Finanzkrise in Verruf. Innovation wurde oft als kompliziertes Produkt umgesetzt. Das hat sich gründlich geändert.
Auf der Finanzen-Nacht in München wurde die Royal Bank of Scotland, RBS, als „innovativstes Derivatehaus“ ausgezeichnet – und es zeigt, dass man Innovation heute anderes definiert: „Die Kunden verlangen einfache, transparente und nachhaltige Produkte, darauf muss auch die Innovation ausgerichtet sein“, bestätigt Kemal Bagci von der RBS. „Die Branche hat verstanden.“ Diesem entspreche zum Beispiel ein „uncapped Discounter“. „Wer so ein Produkt in Zeiten hoher Volatilität mit einem entsprechenden Abschlag kauft, ist dann immer besser als der DAX“, lobt Bagci. Innovation können auch ganz einfache Indexzertifikate sein. „So waren wir nach vielen Gespräch mit Kunden die ersten, die ein Zertifikat auf die Mongolei herausgebracht haben“, betont der Derivateexperte. Innovation heiße zudem heute auch „kluge Sicherheitskonzepte in die Zertifikate einbauen.“
Redakteur: Bernhard Jünemann
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