Börse Live: DAX nicht mehr aufzuhalten
Gespannt haben die Anleger auf die Arbeitsmarktdaten aus den USA gewartet - um 14.30 Uhr dann der Befreiungsschlag: Die Arbeitslosigkeit sinkt, der DAX springt um 100 Punkte an. Der deutsche Leitindex strotzt momentan vor Stärke.
Nach starken Signalen vom US-Arbeitsmarkt hat der Dax die siebte Woche in Folge im Plus beendet. Eine solche Gewinnserie hatte der Leitindex zuletzt Anfang 2007 hingelegt. Der Dax sprang am Freitag erstmals seit August wieder über die Marke von 6.700 Punkten und kletterte um 1,67 Prozent auf 6.766,67 Punkte. Auf Wochensicht bedeutete dies einen Aufschlag von 3,91 Prozent. Der MDax verbuchte am Freitag ein Plus von 1,98 Prozent auf 10.413,97 Punkte, der TecDax stieg um 1,40 Prozent auf 771,75 Punkte. In den USA war die Beschäftigtenzahl im Januar deutlich stärker gestiegen als erwartet. Ein Händler sprach von den erhofft guten Signalen vom US-Arbeitsmarkt, der lange Zeit das "Sorgenkind "der Anleger gewesen sei. Die Arbeitslosenquote war überraschend von 8,5 Prozent im Vormonat auf 8,3 Prozent gefallen, den niedrigsten Stand seit 2009. Dies zeigt nach Einschätzung der Landesbank Hessen-Thüringen, dass die Erholung des Arbeitsmarktes voranschreitet. Unterdessen mehren sich einem Börsianer zufolge die Anzeichen, dass die Verhandlungen über eine private Beteiligung am Schuldenschnitt für Griechenland auf die Zielgerade zusteuern. An der Dax-Spitze zogen die besonders konjunktursensiblen Titel der Automobilhersteller BMW und Daimler um 2,91 respektive 3,08 Prozent an. Die Stuttgarter meldeten zudem einen Rekordabsatz im Januar. Die Aktien des Rückversicherers Munich Re stiegen um 2,75 Prozent auf 106,45 Euro und profitierten damit von einem Analystenkommentar der Commerzbank. Die Papiere der Deutschen Börse sanken als einziger Verlierer im Index um minimale 0,08 Prozent auf 47,27 Euro, nachdem sie am Donnerstag zu den Favoriten gehört hatten. Im MDax verhalfen Analystenkommentare den am Vortag schon starken Aktien von Sky Deutschland nochmals um mehr als 9 Prozent nach oben.
Redakteur: Christoph Damm
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