Börsenexperte: "Rückschlag für die Deutsche Börse, aber keine Katastrophe"
Der Zusammenschluss der Deutschen Börse mit der NYSE Euronext ist gescheitert. Die EU-Kommission hat die Fusion verboten. Der Zusammenschluss behindere den effektiven Wettbewerb im Derivategeschäft, so die Kommissare. Diese Entscheidung macht für Christian Muschick, Analyst bei Silvia Quandt Research, wenig Sinn: "Es ist so, dass 85 Prozent aller Derivate gar nicht auf Börsen gehandelt werden, sondern zwischen den Banken direkt. Insofern ist das eine merkwürdige Sicht.“
Die beiden Börsen könnten jetzt gegen das Nein aus Brüssel gerichtlich vorgehen und vor den Europäischen Gerichtshof ziehen. Das kann sich Muschick allerdings nicht vorstellen. So ein Verfahren dauere mehrere Jahre und am Ende wisse man dann doch nur, dass man im Recht war. Muschick sieht weiterhin eine positive Zukunft für die Deutsche Börse und NYSE Euronext voraus. "Ein Rückschlag für die Deutsche Börse, aber keine Katastrophe", sagt Muschick. Die Deutsche Börse müsse sich nun wieder auf die Entwicklung neuer Produkte und weiterer Kooperation fokussieren.
Was Börsenexperte Muschick zur Aktie sagt und was die Entscheidung für die beiden Finanzplätze bedeutet, sehen und hören Sie in diesem Interview.
Redakteur: Markus Gentner
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